ki-im-prozessmanagement.de – die Seite ist online — ein guter Moment, einmal aufzuschreiben, warum es sie gibt und was sie sein will: ein offener Wissenshub rund um KI im Prozessmanagement. Und was dieser Begriff eigentlich heißt, wenn man die Buzzwords beiseitelässt.
Das eigentliche Problem ist selten die Technik
Das Angebot, das ewig dauert, weil die Zahlen aus drei Quellen zusammengesucht werden müssen. Die Rechnung, die jemand von Hand abtippt. Die Aufgabe, die durchs Raster fällt, weil keiner so genau wusste, wer eigentlich dran war. Diese Situationen kennen wir aus großen Unternehmen genauso wie aus kleinen Betrieben — und sie haben fast nie damit zu tun, dass es an Werkzeugen fehlt.
Werkzeuge gibt es im Überfluss, KI sowieso, an jeder Ecke. Trotzdem ändert sich im Alltag oft erstaunlich wenig. Der Grund: KI wird meistens danebengestellt — ein Chatbot hier, ein cleveres Tool da — statt dort eingebaut zu werden, wo die Arbeit tatsächlich entsteht. Ein KI-Werkzeug neben einem kaputten Ablauf macht den Ablauf nicht besser. Es macht ihn nur digitaler kaputt.
KI entfaltet ihren Nutzen nicht als Werkzeug neben dem Prozess, sondern als Knoten mittendrin.
Was „KI im Prozessmanagement“ konkret heißt
Ein Prozess ist mehr als eine To-do-Liste. Er hat einen Auslöser, Beteiligte, Übergaben, Regeln und ein Ergebnis. Genau das macht ihn greifbar: Wenn ein Ablauf sauber beschrieben ist, sieht man auch, an welchen Stellen es hakt — und wo eine Maschine sinnvoll übernehmen kann.
Hier kommt KI ins Spiel, aber gezielt: an den Stellen, wo es ums Lesen, Sortieren oder Vorbereiten von Entscheidungen geht. Ein Dokument verstehen, eine Anfrage der richtigen Kategorie zuordnen, Felder aus einer Rechnung ziehen. Den Rest — die Übergaben, die Zuständigkeiten, die Nachvollziehbarkeit — übernimmt der Prozess selbst. KI macht nicht alles. Sie macht das, was sie gut kann, an genau der richtigen Stelle in der Kette.
Wer tiefer steckt, erkennt das Handwerk dahinter: ein gepflegter BPM-Zyklus, sauber modelliert in BPMN 2.0, ausführbar gemacht mit einer Workflow-Engine (wie beispielsweise Operaton) und verbunden über eine Integrationsschicht (wie beispielsweise n8n). Wer nicht tiefer steckt, muss das alles nicht wissen — für den zählt nur das Ergebnis: weniger Handgriffe, mehr Überblick. Beide Sichtweisen sind richtig. Sie schauen nur aus unterschiedlicher Höhe auf dieselbe Sache.
Ein Wissenshub, kein Verkaufsprospekt
ki-im-prozessmanagement.de ist als Anlaufstelle gedacht: ein Ort, an dem die Themen rund um KI, BPM und Automatisierung zusammenlaufen und nachvollziehbar erklärt werden — herstellerunabhängig und praxisnah. Kein Prospekt, der etwas verkaufen will, sondern eine wachsende Sammlung von Einordnungen, Konzepten und durchgespielten Beispielen. Wer hier landet, soll verstehen, wie die Dinge zusammenhängen, und nicht mit Fachchinesisch erschlagen werden.
Open-Source — bevorzugt, aber kein Dogma
Vieles auf dieser Seite setzt bewusst auf Open-Source und offene Standards — beispielhaft etwa eine Workflow-Engine wie Operaton, n8n für Integrationen oder Self-Hosting per Docker. Das sind Beispiele, kein festgeschriebener Stack: Welches Werkzeug am Ende passt, hängt vom konkreten Fall ab. Open-Source ist dabei unser bevorzugter Ausgangspunkt, kein Selbstzweck — und der Grund ist praktisch, nicht ideologisch. Offene Werkzeuge geben Kontrolle zurück: über die eigenen Daten, über die Kosten und über das Tempo, in dem man Dinge verändert. Wo eine kommerzielle Lösung klar besser passt, spricht nichts dagegen. Gerade für kleine Betriebe ist diese Wahlfreiheit oft der entscheidende Unterschied.
Diese Seite hat zwei Türen
Beim Aufbau haben wir lange überlegt, wie wir die unterschiedlichen Fragen abdecken, mit denen Unternehmen zu uns kommen — die einen wollen die Methode bis ins Detail verstehen, den anderen zählt vor allem das Ergebnis. Statt die Sprache zu einem faden Mittelwert zu verrühren, der niemanden trifft, gibt es deshalb zwei Eingänge für Unternehmen — derselbe Gedanke, unterschiedliche Tiefe:
FÜR UNTERNEHMEN · TIEFE
Sie gestalten Prozesse selbst
BPM-Zyklus, BPMN 2.0, Operaton, Process Mining — die technische Tiefe.
FÜR UNTERNEHMEN · ERGEBNIS
Sie wollen Abläufe verbessern
Was KI und Automatisierung konkret übernehmen können — verständlich erklärt.
Was du hier findest
Es gibt die Einordnung, die Digitalisierung, Prozessdigitalisierung und digitale Transformation auseinanderhält. Den BPM-Zyklus mit den konkreten KI-Stellen in jeder Phase. Die Themen — von BPMN-Automatisierung über Operaton bis No-Code — und durchgespielte Anwendungsfälle wie die automatische Verarbeitung von Eingangsrechnungen.
Und einen Bereich, der uns besonders wichtig ist: Fragen, bei denen die ehrliche Antwort „es kommt drauf an“ lautet. Engine oder No-Code? Cloud-API oder lokales Modell? Was darf datenschutzrechtlich überhaupt in den Prozess? Auf solche Fragen gibt es keine Antwort von der Stange — und genau das macht sie interessant.
Wer hinter der Seite steht
Hinter dem Wissenshub https://www.ki-im-prozessmanagement.de steht die MINAUTICS GmbH, die auch im Impressum als verantwortlich genannt ist. Wir beschäftigen uns mit Prozessmanagement, BPMN und Automatisierung — und bündeln auf dieser Seite, was uns fachlich umtreibt. Die Inhalte sind als Wissensangebot gedacht: zum Mitdenken, Widersprechen und Weiterdiskutieren. Wenn dich ein Thema beschäftigt, schreib uns gern.

