ADONIS

Die BOC Group

Die BOC Group ist ein Softwareunternehmen, das seit 1995 im B2B-Markt für Enterprise Management-Lösungen tätig ist. Das in Wien gegründete Unternehmen entstand aus einem Forschungsumfeld im Bereich Business Process Management Systems. Die BOC Group entwickelt und vertreibt eine Plattform-Architektur für Enterprise Management-Services. Mit Mitarbeitenden und Kunden auf verschiedenen Kontinenten konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereitstellung von Softwarelösungen zur Unterstützung von Unternehmensmanagementaufgaben. Neben der Enterprise Architecture Suite ADOIT und der Governance, Risk & Compliance Suite ADOGRC bietet die BOC Group die Business Transformation Suite ADONIS an.

 

ADONIS – Funktionalität und strategischer Nutzen

ADONIS ist die Business Process Management (BPM) Suite der BOC Group. Das System dient als Werkzeug für das Management von Unternehmensprozessen, mit dem Ziel, Transparenz und Struktur in Organisationen zu schaffen und die Leistungsfähigkeit und Effizienz zu steigern.

Verlässliche Daten sind die Grundlage zur Realisierung von operativer Exzellenz. Durch die Bündelung der relevanten Prozessdaten in einer zentralen Quelle als Single Source of Truth unterstützt ADONIS effizientes Arbeiten. Hierzu dienen Funktionen wie automatische Validierung und Versionierung, wodurch eine einheitliche und verlässliche Informationsbasis für das gesamte Unternehmen geschaffen wird.

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Bildquelle: BOC Group

 

Kollaborative Funktionen und Anwendungsunterstützung

ADONIS bietet neben der Prozessmodellierung auch Analysefunktionen und ist als webbasierte, skalierbare Lösung konzipiert. Die Software beinhaltet Kollaborationsfunktionen für die teamübergreifende Modellierung und Optimierung von Prozessen. Diese Funktionen ermöglichen das gemeinsame Arbeiten, Kommentieren und Austauschen von Feedback, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten während des gesamten Prozesslebenszyklus auf dem gleichen Informationsstand sind.

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Bildquelle: BOC Group

 

Neuerungen von ADONIS 17.0 zielen darauf ab, das Prozessdesign zu vereinfachen. Beispielsweise kann mithilfe des Process Drafters die BPMN-Modell-Erstellung durch eine geführte, formularbasierte Oberfläche vereinfacht werden. So können Prozesse Schritt für Schritt inkl. Rollen, Tools und Aktivitäten entworfen und letztendlich ein klar strukturiertes, BPMN-konformes Diagramm in Kürze erstellt werden.

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Bildquelle: BOC Group

 

Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Prozessmanagement

Neuere Versionen von ADONIS integrieren Künstliche Intelligenz (KI) zur Unterstützung verschiedener BPM-Aufgaben:

  • Unterstützung der Prozessdokumentation: Ein KI-Assistent kann die Modellierung von Ablaufdiagrammen unterstützen. Er kann Prozessentwürfe auf Basis von Beschreibungen in natürlicher Sprache generieren. Die KI kann auch Vorschläge für Rollen und Aufgabenbeschreibungen liefern, um die Erstellung strukturierter Modelle zu fördern.
  • Analytische Unterstützung für die Optimierung: Im Analysebereich bietet die KI Unterstützung zur Beschleunigung von Optimierungsmaßnahmen. Die KI kann zur Identifizierung von Ineffizienzen, Engpässen und Risiken eingesetzt werden. Sie unterstützt die Simulation von Verbesserungen durch analytische Einblicke, was eine datengestützte Entscheidungsfindung ermöglicht, beispielsweise bei der Bewertung von Automatisierungspotenzialen.
  • Plattform- und Benutzerunterstützung: Die KI trägt zur Funktionalität der zentralen BPM-Plattform bei. Sie bietet KI-gestützte Interpretationen für Nutzer, um die Struktur und den Zweck von Prozessen schnell zu erfassen. Darüber hinaus unterstützt die KI die Skalierbarkeit über Sprachgrenzen hinweg durch die Übersetzung von Prozessinhalten in großem Umfang.

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Bildquelle: BOC Group

 

BPMN – Der Modellierungsstandard

Die Business Process Model and Notation (BPMN) ist der internationale Standard für die Modellierung von Geschäftsprozessen und ein zentrales Merkmal von ADONIS. BPMN stellt eine definierte Menge von Symbolen und Regeln bereit, um Prozesse so darzustellen, dass sie sowohl für Fachexperten verständlich als auch für die IT technisch umsetzbar sind.

Die BPMN-Notation gliedert sich nach der BPMN-Spezifikation der Object Management Group in fünf Hauptgruppen von Elementen:

  1. Flow Objects (Flussobjekte) – Flussobjekte sind die zentralen grafischen Elemente zur Definition des Verhaltens eines Geschäftsprozesses und bestehen aus Ereignissen (Events), Aktivitäten (Activities) und Gateways.
  2. Data (Daten) – Daten werden durch vier Elemente dargestellt: Datenobjekte (Data Objects), Dateneingaben (Data Inputs), Datenausgaben (Data Outputs), Datenspeicher (Data Stores).
  3. Connecting Objects (Verbindungsobjekte) – Um Flussobjekte miteinander oder mit anderen Informationen zu verbinden gibt es vier Verbindungobjekte: Sequenzflüsse, Nachrichtenflüsse, Assoziationen und Datenassoziationen.
  4. Swimlanes (Schwimmbahnen) – Dienen der Organisation von Aktivitäten nach Verantwortlichkeiten und gliedern sich in Pools (Organisationseinheiten) und Lanes (Rollen).
  5. Artifacts (Artefakte) – Artefakte werden verwendet, um zusätzliche Informationen über den Prozess bereitzustellen. Es gibt folgende zwei standardisierte Artefakte, jedoch können beliebig viele Artefakte hinzugefügt werden: Gruppen und Text-Anmerkungen.

ADONIS unterstützt die korrekte Anwendung dieser Notation, um die Konsistenz und Verständlichkeit der Prozessmodelle zu gewährleisten.

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Bildquelle: BOC Group

 

Relevante Anwendungsszenarien

ADONIS ermöglicht die Verknüpfung von Prozessinformationen mit weiteren Bereichen des Unternehmenswissens, wie Systemen, Rollen, Dokumenten, Risiken und Kontrollen. Die Suite findet daher Anwendung in verschiedenen zentralen Bereichen des Unternehmensmanagements:

  • Geschäftsprozessoptimierung (BPO): Einsatz zur Analyse und Gestaltung effizienterer Prozesse.
  • Qualitäts- und Compliance-Management (QMS): Nutzung zur Sicherstellung der Einhaltung von Standards und regulatorischen Anforderungen durch transparente Prozessdokumentation.
  • Organisations- und Rollenmanagement: Integration von Prozessen mit den verantwortlichen Organisationseinheiten und Rollen zur Schaffung klarer Verantwortlichkeiten.
  • IT-Anforderungsmanagement und Transformation: Nutzung der Prozessmodelle als Basis für die Spezifikation von IT-Systemanforderungen und zur Steuerung digitaler Transformationsprojekte, um die Abstimmung zwischen Fachbereich und IT zu verbessern.

 

Fazit: Single Source of Truth

Im Großen und Ganzen dient die BPM-Suite ADONIS als zentrale Plattform, um Geschäftsprozesse zu dokumentieren, zu analysieren und strategische Initiativen im Hinblick auf Prozessmanagement und Digitalisierung zu unterstützen. Eine BPM-Suite wie ADONIS zeigt, dass modernes Prozessmanagement weit über das bloße Zeichnen von Diagrammen hinausgeht und Effizienz nicht durch isolierte Optimierung entsteht, sondern durch die Schaffung einer „Single Source of Truth“. Denn, wenn Prozessdaten, Verantwortlichkeiten und IT-Anforderungen an einem zentralen Ort zusammenlaufen, wird BPM vom reinen Dokumentationswerkzeug zum strategischen Steuerungsinstrument. Organisationen können agiler auf Marktveränderungen reagieren, da die Auswirkungen von Prozessänderungen auf Risiken, Rollen und IT-Systeme umgehend transparent werden.

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